Ein Weg, der sich lohnt
Bisher durften wir sieben Menschen mit Behinderung (MmB) intensiv begleiten. Doch das Ziel unserer Arbeit ist es eigentlich, uns Stück für Stück „überflüssig“ zu machen. Die Zahlen sprechen für sich:
- Langfristiger Erfolg: Eine Person ist bereits seit 2021 Teil einer inklusiven WG, eine weitere seit 2022.
- Nächste Schritte: Ein ehemaliger Bewohner ist bereits den nächsten Schritt gegangen und in eine weitere inklusive WG umgezogen.
Weniger Coaching, mehr Autonomie
Eine unserer spannendsten Beobachtungen: Der Bedarf an Coaching nimmt über die Jahre stetig ab und zeigt dadurch, dass die Bewohnerinnen und Bewohner immer selbstständiger werden. Natürlich gibt es Bereiche, in denen Unterstützung ein dauerhafter Anker bleibt. Ein schönes Beispiel aus dem Alltag:
Eine Person benötigt nach wie vor Begleitung, wenn es um die Ordnung und Reinigung des eigenen Zimmers geht. Doch der Fortschritt ist spürbar– die Planung der Freizeit übernimmt sie mittlerweile komplett selbstständig. Das Leben in der inklusiven WG beeinflusst die individuelle Entwicklung positiv.
Inklusion in unseren WGs ist kein Endzustand, sondern ein Sprungbrett. Das Projekt motiviert die Menschen, Neues zu lernen und über sich hinauszuwachsen. Die Ziele der Bewohnenden sind dabei so vielfältig wie das Leben selbst:
- Der Wunsch, mit Beziehungsperson in eine eigene Wohnung zu ziehen.
- Die Planung, gemeinsam mit Freunden eine neue WG-Struktur aufzubauen.
Unser Fazit: Die Erfahrungen zeigen, dass inklusive Wohnformen einen stabilen Rahmen bieten, in dem sich Kompetenzen nachhaltig festigen können. Es ist ein Prozess der kleinen Schritte, der es den Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglicht, ihren Alltag zunehmend eigenverantwortlich zu gestalten und langfristige Lebensentwürfe zu entwickeln.
