Unsere Enstehungsgeschichte

Ein mutiger Start

2005 nahm Jonas Staub mit Blindspot mit dem Inklusions-Ansatz eine Pionierrolle ein: Bis anhin bestanden keine vergleichbaren, breit abgestützten Projekte in der Schweiz. Der Start erfolgte ohne Geld, Businessplan und Netzwerk, aber mit viel Herzblut und Motivation von zahlreichen Menschen rund um Gründer Jonas Staub. Die Arbeit war von Beginn an geprägt vom Inklusionsgedanken und der Überzeugung, dass die Bedürfnisse von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung grundsätzlich gleich sind, sie voneinander lernen und profitieren können und gemeinsame Erlebnisse grosse Freude bereiten.

Getreu dem Leitsatz „Unmögliches möglich machen“ organisierte Blindspot das erste Inklusionsprojekt: ein Wintercamp für Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung. Es wurde zu einem Erfolg: Das Lager ermöglichte Jugendlichen mit einer Beeinträchtigung, ihre Leidenschaft mit Freunden und Geschwistern ohne Beeinträchtigung zu teilen und selbstbestimmt einer Freizeitaktivität nachzugehen.

Die Beliebtheit der Winter-Aktivitäten von Blindspot hält bis heute an. 2016 wurde das Projektportfolio mit einem Kindercamp ergänzt, um den Inklusionsprozess möglichst früh zu initiieren.

Mit Partnern wachsen

2007 markierte die Zusammenarbeit mit der Laureus Stiftung Schweiz einen Meilenstein bezüglich der Finanzierung und Professionalisierung der Arbeit von Blindspot. Aus der Kooperation entstand unter anderem das Schulsportprojekt Laureus Metro Sports by Blindspotwelches seither in verschiedenen Deutschschweizer Städten in Zusammenarbeit mit Regel- und Sonderschulen durchgeführt wird.

Cooltour: Ein Volltreffer

2009 lancierte Blindspot in Zusammenarbeit mit nationalen und regionalen Partner:innen aus dem Jugend-, Kultur-, Gesundheits- und Sozialbereich das Sommerprojekt Cooltour: Während acht Tagen verbringen Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung eine erlebnisreiche Zeit. Dabei besuchen sie Kurse – von Sprayen, Streetdance bis zu Kampfkunst – und realisieren, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung in Wirklichkeit mehr verbindet als trennt.

2016 wurde Cooltour mit dem „PrixPrintemps“ ausgezeichnet und erhielt an der Verleihung zusätzlich den Zuschauerpreis. Drei qualitative Studien der Hochschule Luzern für Soziale Arbeit (HSLU) konnten zudem aufzeigen, dass die Cooltour-Teilnahme positive Langzeitwirkungen auf die Sozial- und Selbstkompetenzen, Toleranz und Selbstbestimmung haben.

Grosse Schritte vorwärts

Blindspot wuchs von einem kleinen Verein zu einer National tätigen Non-Profit-Organisation mit professionellen Strukturen und baute die Inklusionsprojekte im Bereich Freizeit, Schule und Arbeit sowie die Beratungs- und Vernetzungstätigkeiten kontinuierlich aus. 2014 ratifizierte die Schweiz die UNO-Behindertenrechtskonvention, welche die Grundsätze festhält, die Blindspot von Beginn weg verfolgte.

2016 eröffnete Blindspot im beliebten Berner Länggasse-Quartier das ganzheitliche Arbeitsinklusionsprojekt Provisorium46, ein Gastronomie- und Kulturbetrieb für und mit jungen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Der Lions Club Bern honorierte den innovativen Projektansatz mit dem Prix Lions. Die Öffentlichkeitswirksamkeit des Provisorium46 trägt ausserdem dazu bei, neue Kreise für das Thema Inklusion zu sensibilisieren.

2018 wurde der Blindspot-Gründer Jonas Staub zum Ashoka-Fellow ernannt, eine Bewegung, welche die Sozialunternehmer:innen und -unternehmer weltweit vernetzt und unterstützt. Im gleichen Jahr erhielt Blindspot den Swiss Diversity Award in der Kategorie „Public“.

Nationale und internationale Expansion

2020 eröffnete Blindspot mit der Fabrique28 einen zweiten arbeitsinklusiven Gastronomiebetrieb: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bereiten im Berner Monbijou-Quartier schmackhafte Mittagsmenüs und Abendessen zu. Unter dem Arbeitsinklusionsprojekt 'Labor Inklusion' sind ausserdem weitere inklusive Gastronomiebetriebe national und international in Planung.

Die positiven Reaktionen auf das Engagement, die Arbeitsweise und die Projekte bestärken Blindspot in der Vision einer inklusiven, vielfältigen Gesellschaft.