Das Ende des Blindspot-Wintercamps

Ein besonderes Kapitel geht zu Ende: Nach fast 20 Jahren verabschiedet sich Blindspot vom inklusiven Wintercamp – einem Herzensprojekt, das Generationen von jungen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung geprägt hat. Was bleibt, sind Erinnerungen, Freundschaften und die Gewissheit: Inklusion lebt weiter – in neuen Projekten, die bereits in Planung sind.

Ein Kapitel geht zu Ende – und neue beginnen: 20 Jahre inklusives Wintercamp

2005 war der Startschuss für etwas ganz Besonderes: Blindspot-Gründer Jonas Staub startete das erste inklusive Wintercamp für junge Menschen mit und ohne Beeinträchtigung. Aus dieser Idee entwickelte sich in den folgenden Jahren ein fester Bestandteil im Jahreskalender vieler Teilnehmender – und ein Herzensprojekt für Blindspot.

Von Anfang an war das Camp geprägt von der Überzeugung, dass die Bedürfnisse aller Menschen im Kern gleich sind. Dass wir voneinander lernen, miteinander wachsen und dass geteilte Erlebnisse besonders wertvoll sind. Rund 19 Maldurften jeweils 30 junge Menschen eine Woche im Schnee verbringen, Neues ausprobieren und selbstbestimmt ihrer Freizeitgestaltung nachgehen.

Mehr als nur Skifahren

Neben dem Fahren auf den Pisten, unterstützt durch professionelle Guides aus der ganzen Deutschschweiz, standen auch gemeinschaftliche Abendprogramme auf dem Plan: Spiele, Partys, kreative Aktionen – Aktivitäten, die gerade junge Menschen mit Beeinträchtigungen sonst nur selten inklusiv erleben können. Die Guides brachten nicht nur ihr Fachwissen ein, zeigten neue Tricks und halfen, persönliche Grenzen zu verschieben. Sie lernten auch selbst viel über Inklusion und nahmen diese Erfahrungen in ihren Alltag mit.

Warum das Wintercamp endet

Nach knapp 20 Jahren müssen wir nun schweren Herzens Abschied vom Wintercamp nehmen. Die Gründe sind vielfältig: steigende Preise, weniger Schnee und damit verbundene organisatorische Hürden. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass Blindspot das Projekt nicht weiterführen wird.

Unser Dank gilt allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben: den engagierten Guides, unseren Partnerschaften und natürlich allen Teilnehmenden, die das Lager Jahr für Jahr mit Leben gefüllt haben.

Das Ende des Wintercamps bedeutet jedoch keinen Stillstand – im Gegenteil: Wir arbeiten bereits an neuen Ideen und Projekten, bei denen Inklusion, Gemeinschaft und Kreativität weiterhin im Mittelpunkt stehen. Ihr dürft gespannt sein!