20 Jahre Blindspot - das Unmögliche möglich machen

Was 2005 mit einem inklusiven Wintercamp begann, ist heute ein starkes Netzwerk für Inklusion in den Bereichen Freizeit, Arbeit, Wohnen und Kultur. Blindspot zeigt seit zwei Jahrzehnten: Vielfalt bereichert uns alle. Und die Reise geht weiter – mit dem visionären Neubau Labor Inklusion als Leuchtturm für eine inklusive Zukunft.

2005 begann eine Geschichte, die heute kaum mehr aus der Schweizer Inklusionslandschaft wegzudenken ist. Ohne Geld, ohne Businessplan, ohne Netzwerk, aber mit viel Herzblut gründete Jonas Staub Blindspot. Damals gab es in der Schweiz noch keine vergleichbaren Inklusionsprojekte. Doch Jonas war überzeugt: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung haben die gleichen Bedürfnisse, können voneinander lernen und gemeinsam Grosses erleben.

Der Grundstein für viele weitere Inklusionsprojekte

Ganz im Sinne des Leitsatzes „Unmögliches möglich machen“ entstand 2005 das erste Inklusionsprojekt: ein Wintercamp für Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung. Das Lager wurde zum vollen Erfolg. Jugendliche mit einer Beeinträchtigung konnten ihre Leidenschaft erstmals gemeinsam mit Freund:innen und Geschwistern ohne Beeinträchtigung ausleben – selbstbestimmt, gleichberechtigt und voller Freude.

Dieses Camp legte den Grundstein für das, was Blindspot bis heute ausmacht: Räume schaffen, in denen Vielfalt nicht trennt, sondern verbindet.

In den darauffolgenden 20 Jahren entstand eine beeindruckende Vielfalt an Initiativen:

  • Freizeitprojekte, die Begegnungen ermöglichen
  • Wohnangebote, die Selbstbestimmung fördern
  • Arbeitsinklusion, die Perspektiven schafft
  • Kulturprojekte, die Sichtbarkeit und Teilhabe fördern

Ein besonderes Highlight sind die inklusiven Gastronomiebetriebe Provisorium46, Fabrique28 und Lorraine22 sowie der Foodtruck Copine76 und diverse Pop-ups wie die Bar8, welche Blindspot initiiert hat. Diese Betriebe funktionieren als eigenständige GmbHs – unabhängig von staatlichen Subventionen – und zeigen eindrücklich, dass Inklusion auch wirtschaftlich tragfähig sein kann.

Ein Blick nach vorne: Labor Inklusion

Blindspot bleibt nicht stehen. Mit dem Neubau Labor Inklusion entsteht ein Pionierprojekt im inklusiven Bauen – ein Leuchtturm für eine Gesellschaft, in der wirklich alle Menschen teilhaben können. Es wird ein Ort, an dem Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam arbeiten, wohnen, kreativ sind und das Leben geniessen. Ein Ort, der Zukunft schreibt – für eine Schweiz, in der Inklusion selbstverständlich ist.

Blindspot zeigt seit zwei Jahrzehnten, dass Inklusion nicht nur eine Vision, sondern gelebte Realität sein kann. Ermöglicht wird das nicht zuletzt auch durch unzählige Menschen, die daran glauben, dass Vielfalt uns alle bereichert.

20 Jahre Blindspot – ein Grund zum Feiern

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums feierten wir gemeinsam mit Wegbegleiter:innen, Unterstützer:innen und Freund:innen – Menschen, die Blindspot über all die Jahre unterstützt, inspiriert und begleitet haben. Es war ein tolles Fest!

Wir bedanken uns bei Blindspot-Gründer Jonas Staub, der sich seit 20 Jahren unermüdlich für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung einsetzt. Wir bedanken uns auch herzlich bei Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider, Nationalrat Islam Alijaj und Nik Hartmann für die bewegenden Reden am Jubiläum. Wir danken Jael und Olivier, zwei unserer Mitarbeitenden, welche den Gästen erzählt haben, weshalb sie im ersten Arbeitsmarkt arbeiten und was Inklusion für sie bedeutet. Nicht zuletzt danken wir Co-Geschäftsleiterin Kristina Grbesic für die Moderation durch den Abend sowie Rafa Marti für den Poetry Slam.

Auf die nächsten 20 Jahre voller Mut, Innovation und gemeinsamer Erlebnisse!